
Bestätigt meine eigenen Beobachtungen - Dieses Buch liegt mir ganz besonders am Herzen, weil es viele meiner persönlichen Beobachtungen wissenschaftlich bestätigt.Schon dass Peter Berthold für ein MPI Institut als Professor tätig ist zeigt, dass er einer der deutschen top Wissenschaftler auf seinem Gebiet, der Vogelkunde, ist und weiß, wovon er scheibt.Er beschreibt Fütterungsversuche und misst wieviel und wann die Vögel zum fressen ins Futterhaus kommen. Gibt es genug in der Natur, dann kommen sie erst gar nicht und besorgen sich was frischen, also keine Gefahr, dass sie abhängig werden, den das Futterhäuschen ist nur zweite Wahl gegenüber dem frischen Angebot der Natur (Ähnlich wie frisches Essen und Fertigmahlzeiten bei uns Menschen). Ist aber Mangel, dann können wir ihnen helfen diese Zeit zu überbrücken.Ich habe schon lange beobachtet, dass meine kleinen Flugsaurier (Vögel) im Frühjahr sehr dankbar waren, wenn ich ihnen die Restnüsse des Winters ins Futterhäuschen gelegt habe. Die Jungenaufzucht ist schon stressig genug ohne dass man in kahlen, gestylten Ziergärten auch noch für sich selbst was zu fressen suchen muss.Schon bald stellten sich die ersten positiven Effekte der Frühjahrsfütterungen heraus: alle Bruthäuschen waren belegt und da die Meisen den Garten täglich patrollierten hatte ich das erste Mal keine Problem mit fiesen Raupen und Spinnern auf den Nadelgehölzen. Meine Pflanzen waren parasitenfrei und viel gesünder als die Jahre zuvor und ich hatte auch mehr Piepmätze im Garten.Ich habe nun seit etwa einem Monat wieder begonnen großzügig zu füttern und festgestellt, dass die Vögel unglaublich ausgehungert sind. Aus der ganzen Umgegend scheinen sich die Vögel in meinem Garten zu verabreden. Heute waren 30 Grünfinken 20 Meisen und Horden von Spatzen da, ich fühlte mich wie in Hitschkocks Die Vögel. Kaum hatte ich das Häuschen nachgefüllt und war kaum im Haus verschwunden, da vielen sie auch schon ausgehungert ein. Sie müssen mich aus dem umliegenden Bäumen beobachtet haben und wohl wirklich auf die tägliche Ration gewartet haben.Ich kann nur sagen, ja der Mann hat recht. Füttert die Vögel das ganze Jahr, damit sich die Bestände erholen.FÜTTERT VÖGEL DAS GANZE JAHR!!!
Sehr informativ! - Ein sehr informatives Buch! Ich bin sehr Tierlieb, deshalb unterstütze ich auch PETA, die weltgrößte Tierschutzorganisation und zudem bin ich auch Vegetarierin. Zufällig bin ich auf dieses Büchlein gestoßen. Da ich Vögel füttere, dachte ich mir, kann ja nicht schaden, wenn ich s dann auch richtig mache. Also habe ich mir das Buch bestellt und ich wurde nicht enttäuscht. Es sind sehr viel Farbfotos (fast auf jeder Seite - ich kannte viele Vögel gar nicht, zumindest habe ich sie noch nie bewusst gesehen...) enthalten und der Text sehr informativ. Da ich selbst auch einiges falsch gemacht habe, bin ich nun überzeugt davon, wenn wir diesen Tieren helfen wollen, dann sollten wir es zumindest richtig tun. Und damit wir auch alles richtig machen, empfehle ich diesen Ratgeber sehr. Ich kann nicht sagen, ob es der beste Ratgeber ist, aber er ist auf alle Fälle sehr gut!
Praxis ist alles - Es ist wie immer: Gerade die, die es erst gar nicht probiert haben, schreien am lautesten, sie wüßten wie`s und was geht! Ich habe dieses Jahr durchgehend Erdnüsse auf meinem Hochhaus-Balkon ausgelegt und festgestellt, daß sich das Freßverhalten der Vögel eindeutig von selbst reguliert. Mal fallen sie in Scharen ein und ich komme kaum mit Nachschub hinterher, mal bleiben sie fast aus. Das hängt eindeutig von der Witterung und der Brutzeit ab. Wenn verendete Vogeljunge Körner statt Lebendfutter im Kropf haben, ist das wohl das eindeutigste Zeichen, daß sie damit aus Mangel, also in höchster Verzweiflung (!), gefüttert wurden und nicht etwa aus Bequemlichkeit. Es ist einfach deprimierend, wie schwer sich der (vor allem intelligente!) Mensch von einmal eingebläuten Glaubensmustern trennt. Da können Heerscharen von Lebewesen hilflos verhungern, gar aussterben - die Hirne bleiben betoniert.Wir müssen unsere Welt neu definieren, sonst geht sie unter!!! Fangen wir da an, wo es uns als Einzelperson möglich ist.
Zündstoff für Ornithologen - Was in England Gang und Gebe ist, wird wohl Dank des Buches von Prof. Dr. Peter Berthold auch in Deutschland zunehmen. Man muss das Buch selber lesen. Prof. Dr. Peter Berthold raümt auf mit den alten Klischees der Vogelfütterung. Durch neuesten Erkenntnise usw.Hervorragend
Thesenpapier mit wenig praktischer Information - Die Autoren setzen sich in einer polemischen Form mit Sinn und Unsinn der Ganzjahresfütterung von Vögeln im Gartenbereich auseinander. Man mag zu diesem Thema stehen, wie man will: 2 Seiten DIN A4 wären eigentlich ausreichend, um die Positionen darzustellen. Leider wird die Auseinandersetzung aber immer und immer wieder in endloser Variation mit imaginären Gegenpositionen weiter durchgefochten, ohne dass es wirklich zu weiterem Erkenntnisgewinn käme.Bei all dieser übertriebenen Polemik und Spiegelfechterei verlieren die Autoren ihr Thema ganz aus den Augen: Wie füttert man Vögel richtig? Welche Futtergeräte gibt es, welche sind empfehlenswert? Wie kann man die Artenzahl der angelockten Vögel erhöhen? Das, was der geneigte Leser eigentlich wissen will, wird ganz zum Schluss des Buches auf nur zwei Seiten abgehandelt. Das ist einfach viel zu wenig und deshalb hält das Buch nicht, was der Titel verspricht. Der Verlag sollte auch bei einem großen Namen - Prof. Berthold hat auf dem Gebiet der Ornithologie und Evolutionstheorie Bahnbrechendes geleistet - nicht auf ein kritisch begleitendes Lektorat verzichten.